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NIna Bauer

IT-Spezialistin und Redakteurin

IT-Sicherheit: Angriffstechniken verstehen und diese erfolgreich abwehren

Wir stehen an der Frontlinie einer digitalen Schlacht, in der die Information das höchstwertige Gut ist. Jeden Tag sehen wir uns neuen Bedrohungen ausgesetzt. Viele von uns, die im IT-Bereich tätig sind, haben die Erfahrung gemacht, dass die Abwehr von Cyberangriffen eine ständige Herausforderung darstellt. Um diese Herausforderung erfolgreich zu meistern, müssen wir die genauen Mechanismen und Taktiken verstehen, die Angreifer einsetzen. Nur so können wir effektive Abwehrmaßnahmen ergreifen. Dieser Artikel soll dir, dem Leser, als Wegweiser dienen, um die komplexen Angriffstechniken zu durchschauen und dich darin zu bestärken, diese erfolgreich abzuwehren. Wir werden gemeinsam in die Tiefen der IT-Sicherheit eintauchen, die Schlagseiten der digitalen Welt erkunden und uns wappnen, um uns und die Systeme, die wir schützen, widerstandsfähiger zu machen.

Um erfolgreich Abwehrmaßnahmen zu errichten, müssen wir die Denkweise des Gegners verstehen. Hacker sind oft keine chaotischen Vandalen, sondern strategische Planer, die Schwachstellen wie ein Chirurg sucht. Sie agieren nicht zufällig, sondern mit gezielten Absichten und einer Methodik, die wir entschlüsseln müssen.

Hinter den Kulissen: Motive und Ziele

Bevor ein Angriff überhaupt stattfindet, stehen dahinter oft klare Motive. Diese können stark variieren und von individueller Bereicherung bis hin zu staatsgesteuerten Operationen reichen. Verstehen wir diese Motive, können wir oft besser einschätzen, welche Art von Zielen sie verfolgen könnten.

Finanzieller Profit: Die Schatzkammern der Daten

Die häufigste Motivation ist zweifelsohne der finanzielle Gewinn. Daten sind die neue Währung, und Angreifer wollen diese in klingende Münze umwandeln.

  • Erpressung und Lösegeld (Ransomware): Stell dir vor, deine wichtigsten Dokumente sind wie eine wertvolle Sammlung antiker Artefakte, und plötzlich siehst du eine Nachricht: „Gib uns Geld, sonst zerstören wir alles.“ Genau das ist das Prinzip hinter Ransomware. Deine Daten werden verschlüsselt, und du erhältst erst den Schlüssel zurück, wenn du zahlst.
  • Diebstahl von Bankdaten und Kreditkarteninformationen: Deine Kontonummern und Kreditkartendaten sind wie ein Generalschlüssel zu deinem finanziellen Leben. Hacker versuchen, diese zu stehlen, um direkt Geld von dir abzuziehen oder sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.
  • Verkauf von gestohlenen Zugangsdaten: Jedes Passwort, jede Benutzerkennung ist ein potenzielles Eintrittsticket für weitere Angriffe. Hacker sammeln diese Informationen und verkaufen sie an andere Kriminelle, die damit dann größere Schäden anrichten können.

Spionage und Informationsbeschaffung: Das Sammeln von Geheimnissen

Neben Geld zieht auch Wissen Angreifer an. Informationen sind Macht, und diese Macht können sie auf vielfältige Weise nutzen.

  • Industriespionage: Unternehmen sind oft auf der Suche nach Wettbewerbsvorteilen. Hacker können beauftragt werden, sensible Forschungsergebnisse, Produktpläne oder Kundenlisten zu stehlen, um einem Konkurrenzunternehmen einen illegalen Vorsprung zu verschaffen.
  • Staatliche Spionage: Regierungen und deren Geheimdienste haben ein Interesse daran, Informationen über andere Staaten zu sammeln. Dies kann politische, wirtschaftliche oder militärische Informationen umfassen.
  • Persönliche Informationen für Identitätsdiebstahl: Manche Hacker sind nicht nur an deinen Finanzen interessiert, sondern auch daran, wer du bist. Mit deinen persönlichen Daten können sie beispielsweise neue Konten eröffnen oder betrügerische Handlungen in deinem Namen begehen.

Sabotage und politisch motivierte Angriffe: Das Spiel mit dem Feuer

Manchmal steckt hinter den Angriffen die Absicht, Systeme zu stören oder politische Botschaften zu verbreiten.

  • Betriebsunterbrechung: Stell dir vor, ein wichtiges Kraftwerk oder eine Produktionsanlage wird lahmgelegt. Solche Angriffe können gravierende Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft haben.
  • Politische Propaganda und Desinformation: Hacker können genutzt werden, um falsche Informationen zu verbreiten, Wahlen zu beeinflussen oder die öffentliche Meinung zu manipulieren. Diese Angriffe zielen darauf ab, Vertrauen zu untergraben und Chaos zu stiften.

Der Angriffsvektor: Die Türöffner für den Eindringling

Hacker benötigen einen Weg, um in deine Systeme einzudringen. Das sind die sogenannten Angriffsvektoren. Sie sind so vielfältig wie die Einbruchswerkzeuge eines Diebes, von der aufgebrochenen Tür bis zum manipulierten Fenster.

Phishing und Social Engineering: Die psychologische Kriegsführung

Diese Angriffe zielen auf deine menschliche Natur ab, nicht auf technische Schwachstellen. Sie sind oft die ersten und gefährlichsten Schritte in einer Angriffskette.

  • Phishing-E-Mails und Nachrichten: Stell dir eine offizielle E-Mail vor, die aussieht, als käme sie von deiner Bank oder einem bekannten Dienstleister. Die Nachricht bittet dich vielleicht, deine Login-Daten zu bestätigen oder auf einen Link zu klicken, um ein angebliches Problem zu beheben. In Wirklichkeit führt der Link zu einer gefälschten Website, die deine Zugangsdaten abgreift.
  • Spear-Phishing: Dies ist die personalisierte Version des Phishings. Die E-Mails werden speziell auf dich zugeschnitten, basierend auf Informationen, die über dich gesammelt wurden. Sie wirken daher noch glaubwürdiger.
  • Vishing (Voice Phishing): Hierbei nutzen Angreifer Telefonanrufe, um an vertrauliche Informationen zu gelangen. Du wirst vielleicht von jemandem angerufen, der sich als IT-Support ausgibt und dich auffordert, ihm Fernzugriff auf deinen Computer zu gewähren.
  • Pretexting und Baiting: Beim Pretexting erfindet der Angreifer eine glaubwürdige Geschichte (Pretext), um dich zum Handeln zu bewegen. Beim Baiting wird dir etwas Attraktives angeboten (z.B. ein kostenloses Software-Download), das aber schädliche Software enthält.

Malware: Die digitale Seuche

Malware, kurz für „malicious software“, ist jede Art von Software, die speziell entwickelt wurde, um deine Systeme zu schädigen oder zu manipulieren.

  • Viren und Würmer: Stell dir einen Virus als winzige Partikel vor, die sich in deinen Körper einschleichen und sich dort vermehren. Computerwürmer sind noch heimtückischer, da sie sich eigenständig über Netzwerke verbreiten können, ohne dass du etwas tun musst.
  • Trojaner: Ein Trojaner ist wie das hölzerne Pferd aus der griechischen Sage. Von außen sieht er harmlos aus oder ist sogar nützlich getarnt. Doch sobald er auf deinem System ist, öffnet er heimlich eine Hintertür für den Angreifer.
  • Ransomware (nochmals betont): Wie bereits erwähnt, ist Ransomware eine besonders perfide Form der Malware, die deine Daten verschlüsselt und dich erpresst.
  • Spyware und Adware: Spyware ist darauf ausgelegt, deine Aktivitäten heimlich zu überwachen und Informationen zu sammeln. Adware zeigt dir unerwünschte Werbung an, oft auf sehr aufdringliche Weise.

Ausnutzung von Schwachstellen: Das Suchen nach Gesetzen, die es nicht gibt

Hacker suchen ständig nach Fehlern oder unbeabsichtigten Lücken in der Software und Hardware, die sie ausnutzen können.

  • Zero-Day-Exploits: Dies sind Schwachstellen, die dem Hersteller noch unbekannt sind. Da es keine Patches gibt, sind diese Exploits besonders gefährlich und schwierig abzuwehren.
  • Schwachstellen in Webanwendungen: Websites und ihre interaktiven Elemente sind oft anfällig für Angriffe wie SQL-Injection oder Cross-Site Scripting (XSS), die es Angreifern ermöglichen, Daten abzugreifen oder die Website zu manipulieren.
  • Unsichere Konfigurationen: Manchmal sind die Programme oder Systeme selbst fehlerfrei, aber sie sind falsch konfiguriert worden. Denke an ein Schloss, das nicht richtig verriegelt ist – die Tür lässt sich trotzdem öffnen.

Wenn du mehr über IT-Sicherheit erfahren möchtest, empfehle ich dir, einen Blick auf diesen Artikel zu werfen: Angriffstechniken verstehen und diese erfolgreich abwehren. In diesem Artikel werden verschiedene Angriffstechniken detailliert erklärt und es werden Strategien vorgestellt, wie du dich effektiv gegen diese Bedrohungen schützen kannst. Es ist wichtig, sich über die neuesten Entwicklungen in der IT-Sicherheit zu informieren, um deine Systeme und Daten bestmöglich zu schützen.

Der Angriff, der stattfindet: Die verschiedenen Angriffsszenarien

Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind und der Angreifer einen Weg gefunden hat, beginnt der eigentliche Angriff. Hierbei kommen oft orchestrierte Abläufe zum Einsatz, die darauf abzielen, unbemerkt tief in Systeme einzudringen und dort Schaden anzurichten.

Der schleichende Eindringling: Unauffälliges Vordringen

Viele Angriffe sind nicht wie ein lauter Knall, sondern ein leiser Prozess des Eindringens, der darauf ausgelegt ist, so lange wie möglich unentdeckt zu bleiben.

Reconnaissance und Scanning: Die Aufklärungsmission

Bevor ein Angreifer tiefer eindringt, sammelt er Informationen über sein Ziel. Das ist wie ein Späher, der das Terrain erkundet.

  • Netzwerk-Scanning: Tools wie Nmap scannen Netzwerke, um offene Ports, laufende Dienste und angeschlossene Geräte zu identifizieren. Dies hilft, potenzielle Eintrittspunkte zu finden.
  • Schwachstellen-Scanning: Spezielle Software wird eingesetzt, um bekannte Schwachstellen in Systemen und Anwendungen zu erkennen.
  • OSINT (Open Source Intelligence): Hacker nutzen öffentlich zugängliche Informationen aus dem Internet, um Details über ihre Ziele zu sammeln. Das können Social-Media-Profile, Unternehmenswebseiten oder öffentliche Dokumente sein.

Exploitieren und Zugewinn von Rechten: Das Knacken des Schlosses

Sobald eine Schwachstelle identifiziert ist, wird sie ausgenutzt, um Zugang zu erhalten und die eigenen Berechtigungen zu erweitern.

  • Remote Code Execution (RCE): Dies ermöglicht es dem Angreifer, beliebigen Code auf dem Zielsystem auszuführen, was ihm oft die volle Kontrolle über das System gibt.
  • Privilege Escalation: Selbst wenn ein Angreifer bereits einen gewissen Zugang hat, versucht er oft, höhere Berechtigungen zu erlangen, um mehr Aktionen ausführen zu können oder tiefer in das System einzudringen. Dies ist wie jemand, der sich als Putzkraft ausgibt, um sich dann als Administrator ausgeben zu können.

Lateral Movement: Die Ausbreitung im Netzwerk

Einmal im Netzwerk, will der Angreifer nicht unbedingt an diesem einen Punkt stehen bleiben. Er sucht nach weiteren Systemen, die er kompromittieren kann.

  • Credential Dumping: Gestohlene Anmeldedaten von einem System können verwendet werden, um sich auf anderen Systemen anzumelden.
  • Pass-the-Hash-Techniken: Dies sind Methoden, bei denen der Angreifer nicht das eigentliche Passwort kennt, sondern dessen gehashte Version, die aber ausreicht, um sich zu authentifizieren.
  • Ausnutzung von Netzwerkdiensten: Angreifer suchen nach Diensten wie SMB oder RDP, die sie für die Ausbreitung im Netzwerk nutzen können.

Die direkte Konfrontation: Offene Angriffe auf Systeme

Neben schleichenden Attacken gibt es auch Angriffe, die darauf abzielen, Systeme direkt und oft mit hoher Intensität zu treffen.

Denial-of-Service (DoS) und Distributed Denial-of-Service (DDoS): Die Überlastung des Systems

Stell dir vor, tausende von Leuten stürmen gleichzeitig auf einen einzelnen Laden zu. Das Ergebnis ist, dass nobody mehr bedient werden kann. Genauso funktionieren DoS- und DDoS-Angriffe.

  • Überflutung des Servers mit Anfragen: So viele Datenpakete werden an einen Server gesendet, dass dieser überlastet wird und nicht mehr auf legitime Anfragen reagieren kann.
  • Ausnutzung von Protokollschwachstellen: Bestimmte Schwachstellen in Netzwerkprotokollen können genutzt werden, um den Server mit minimalem Aufwand zum Absturz zu bringen.
  • Botnets als Waffe: Bei DDoS-Angriffen werden oft Botnets – Netzwerke von infizierten Computern – eingesetzt, um den Angriff aus vielen verschiedenen Quellen gleichzeitig durchzuführen und so die Abwehr zu erschweren.

Man-in-the-Middle (MitM) Angriffe: Der heimliche Lauschangriff

Bei einem MitM-Angriff schaltet sich der Angreifer unbemerkt zwischen zwei kommunizierende Parteien.

  • Abhören der Kommunikation: Der Angreifer kann alle Daten, die zwischen den beiden Parteien ausgetauscht werden, lesen.
  • Manipulation von Daten: In einigen Fällen kann der Angreifer die ausgetauschten Daten auch verändern, ohne dass die Parteien es bemerken. Dies ist wie ein geheimes Abhörgerät, das nicht nur zuhört, sondern auch die Nachrichten verändert, bevor sie ankommen.

Die Abwehrstrategien: Was wir tun können

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Nun, da wir die Bedrohungen verstanden haben, ist es an der Zeit, unsere Abwehrstellungen zu beziehen. Die IT-Sicherheit ist kein statisches Gebilde, sondern ein dynamischer Prozess, der ständige Aufmerksamkeit und Anpassung erfordert.

Proaktive Verteidigung: Die Mauern stärken

Die beste Verteidigung ist oft eine, die den Angreifer gar nicht erst bis zur Tür vordringen lässt.

Patch Management: Schließen der kritischen Lücken

Regelmäßige Updates sind entscheidend. Sie schließen bekannte Sicherheitslücken, bevor Angreifer sie ausnutzen können.

  • Software-Updates: Halte Betriebssysteme, Anwendungen und Browser immer auf dem neuesten Stand.
  • Firmware-Updates: Vergiss nicht, auch die Firmware von Netzwerkgeräten oder IoT-Geräten regelmäßig zu aktualisieren.

Starke Authentifizierung: Das sichere Schloss auf der Tür

Die Identifizierung von Nutzern ist ein Eckpfeiler der Sicherheit.

  • Passwortrichtlinien: Erzwinge starke, einzigartige Passwörter und erwäge die Nutzung von Passwortmanagern.
  • Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA): Dies ist die goldene Regel. Selbst wenn ein Angreifer dein Passwort hat, braucht er noch einen zweiten Faktor (z.B. einen Code von deinem Handy), um sich anzumelden.

Netzwerksicherheit: Das Dickicht des Drahtgeflechts

Ein gut aufgebautes Netzwerk ist wie ein gut befestigtes Labyrinth.

  • Firewalls: Sie agieren wie die Grenzübergänge deines Netzwerks und kontrollieren den ein- und ausgehenden Verkehr.
  • Intrusion Detection/Prevention Systems (IDS/IPS): Diese Systeme überwachen deinen Netzwerkverkehr auf verdächtige Aktivitäten und können Angriffe erkennen oder sogar abwehren.
  • Segmentierung des Netzwerks: Unterteile dein Netzwerk in kleinere, isolierte Segmente. Wenn ein Teil kompromittiert wird, bleibt der Rest geschützt.

Reaktive Maßnahmen: Was tun, wenn doch etwas passiert

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es immer vorkommen, dass ein Angriff erfolgreich ist. In solchen Fällen ist schnelles und korrektes Handeln entscheidend.

Incident Response Plan: Der Krisenplan im Notfall

Du brauchst einen klaren Plan, was zu tun ist, wenn eine Sicherheitsverletzung auftritt.

  • Identifizierung des Vorfalls: Wie erkennst du, dass ein Angriff stattgefunden hat?
  • Containment: Wie isolierst du den kompromittierten Bereich, um weitere Schäden zu verhindern?
  • Eradication: Wie entfernst du die Bedrohung?
  • Recovery: Wie stellst du deine Systeme wieder her?
  • Lessons Learned: Was kannst du aus dem Vorfall lernen, um deine Abwehr für die Zukunft zu verbessern?

Backups und Disaster Recovery: Das Netz der Sicherheit

Regelmäßige und getestete Backups sind deine Lebensversicherung.

  • Regelmäßige Datensicherung: Sichere deine wichtigen Daten regelmäßig an einem sicheren, vom Hauptnetz getrennten Ort.
  • Disaster-Recovery-Plan: Hab einen Plan, wie du deine Systeme im Falle eines größeren Ausfalls oder Angriffs wiederherstellen kannst.

Die menschliche Komponente: Der schwächste und stärkste Link

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Die beste Technologie nützt wenig, wenn der Mensch, der sie bedient, unwissentlich die Tür öffnet. Gleichzeitig können gut geschulte Anwender die erste und beste Verteidigungslinie sein.

Schulung und Sensibilisierung: Das Bewusstsein schärfen

Ein wichtiger Teil der IT-Sicherheit ist die Aufklärung der Nutzer.

  • Phishing-Schulungen: Zeige deinen Kollegen, wie sie Phishing-Versuche erkennen können. Nutze simulierte Angriffe, um das Bewusstsein zu schärfen, aber sei hierbei vorsichtig, um nicht zu demotivieren.
  • Bewusstsein für sicheres Verhalten: Erkläre, warum starke Passwörter wichtig sind, wie man mit verdächtigen E-Mails umgeht und warum man niemals unbekannte Geräte oder Downloads verwenden sollte.
  • Umgang mit sensiblen Daten: Sensibilisiere für die korrekte Handhabung von persönlichen oder geschäftlichen sensiblen Daten.

Die Rolle der Mitarbeiter: Deine Augen und Ohren

Deine Mitarbeiter sind oft die Ersten, die etwas Ungewöhnliches bemerken. Ermutige sie, verdächtige Aktivitäten zu melden, ohne Angst vor Konsequenzen.

  • Meldeverfahren für verdächtige Aktivitäten: Richte klare und zugängliche Kanäle ein, über die Mitarbeiter Sicherheitsvorfälle melden können.
  • Kultur der Offenheit: Schaffe eine Umgebung, in der Mitarbeiter sich trauen, Fragen zu stellen und Bedenken zu äußern.

Um die IT-Sicherheit zu verbessern, ist es wichtig, die Angriffstechniken zu verstehen und diese erfolgreich abzuwehren. Ein interessanter Artikel, den du dir anschauen solltest, ist über die 10 Cybersicherheitstrends für 2025. Dort findest du wertvolle Informationen, die dir helfen können, zukünftige Bedrohungen besser einzuschätzen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Die fortlaufende Anpassung: Im Wandel bleiben

Angriffstechnik Beschreibung Erkennungsmerkmale Abwehrmaßnahmen Erfolgsquote bei Abwehr (%)
Phishing Gefälschte E-Mails oder Webseiten, die dich zur Preisgabe sensibler Daten verleiten. Verdächtige Links, Rechtschreibfehler, unerwartete Anfragen. Schulungen, E-Mail-Filter, Multi-Faktor-Authentifizierung. 85
Malware Schadsoftware, die Systeme infiziert und Daten stiehlt oder zerstört. Langsame Systemleistung, unbekannte Prozesse, unerwartete Pop-ups. Antivirenprogramme, regelmäßige Updates, sichere Downloads. 90
DDoS-Angriffe Überlastung von Servern durch massenhafte Anfragen, um Dienste lahmzulegen. Plötzlicher Traffic-Anstieg, unerreichbare Dienste. Traffic-Filter, Lastverteilung, Notfallpläne. 75
SQL-Injection Manipulation von Datenbankabfragen durch eingeschleusten Code. Ungewöhnliche Datenbankfehler, unerwartete Datenänderungen. Input-Validierung, Prepared Statements, regelmäßige Tests. 80
Man-in-the-Middle (MitM) Abfangen und Manipulieren von Kommunikation zwischen zwei Parteien. Ungewöhnliche Zertifikatswarnungen, langsame Verbindungen. Verschlüsselung (TLS), VPNs, Zertifikatsprüfung. 85

Die Welt der Cyberangriffe ist nicht statisch. Neue Bedrohungen entstehen ständig, und bestehende entwickeln sich weiter. Deshalb ist es unerlässlich, dass wir uns ebenfalls fortlaufend anpassen.

Threat Intelligence: Wissen ist Macht im digitalen Krieg

Verfolge aktiv Informationen über aktuelle Bedrohungen und Taktiken.

  • Informationsquellen nutzen: Verfolge Cybersicherheitsnachrichten, abonnierte Sicherheitshinweise und Berichte von Sicherheitsunternehmen.
  • Austausch mit Fachkollegen: Teile Wissen und Erfahrungen mit anderen Sicherheitsexperten.

Simulationen und Übungen: Das Training für die Ernstfälle

Regelmäßige Übungen helfen, unsere Fähigkeiten zu schärfen und unsere Pläne zu testen.

  • Red-Teaming-Übungen: Simulierte Angriffe, bei denen ein internes oder externes Team versucht, deine Systeme zu kompromittieren, um deine Abwehr zu testen.
  • Tabletop-Übungen: Besprechungen, bei denen verschiedene Szenarien durchgespielt werden, um die Reaktion von Teams zu trainieren.

Forschung und Entwicklung: Die Innovation feiern

Bleibe neugierig und offen für neue Technologien und Ansätze zur Abwehr von Bedrohungen. Die IT-Sicherheit ist ein sich ständig entwickelndes Feld, und wir müssen bereit sein, neue Werkzeuge und Methoden zu erlernen und anzuwenden.

Mit diesem Wissen bist du besser gerüstet, dich den ständigen Herausforderungen der IT-Sicherheit zu stellen. Denke daran: Sicherheit ist kein Produkt, sondern ein Prozess. Es ist die Summe vieler kleiner, konsequenter Anstrengungen, die uns widerstandsfähiger macht. Wir werden zusammenarbeiten, lernen und uns anpassen, um die digitale Welt sicherer zu machen.

FAQs

Was versteht man unter IT-Sicherheit?

IT-Sicherheit bezeichnet den Schutz von Computersystemen, Netzwerken und Daten vor unbefugtem Zugriff, Missbrauch oder Schäden. Ziel ist es, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen sicherzustellen.

Welche Angriffstechniken sind am häufigsten?

Zu den häufigsten Angriffstechniken zählen Phishing, Malware (wie Viren und Trojaner), Ransomware, Denial-of-Service-Attacken (DoS) und Social Engineering. Diese Methoden zielen darauf ab, Schwachstellen in Systemen oder beim Nutzer auszunutzen.

Wie kann ich mich effektiv gegen IT-Angriffe schützen?

Du solltest regelmäßig Software-Updates durchführen, starke Passwörter verwenden, eine Firewall und Antivirenprogramme einsetzen sowie vorsichtig mit E-Mail-Anhängen und Links umgehen. Außerdem ist es wichtig, sich über aktuelle Bedrohungen zu informieren und Sicherheitsrichtlinien einzuhalten.

Was ist Social Engineering und warum ist es gefährlich?

Social Engineering ist eine Angriffstechnik, bei der Angreifer menschliche Schwächen ausnutzen, um vertrauliche Informationen zu erhalten oder Zugang zu Systemen zu erlangen. Es ist gefährlich, weil es oft ohne technische Mittel funktioniert und auf Vertrauen oder Manipulation basiert.

Wie erkenne ich einen IT-Sicherheitsvorfall frühzeitig?

Achte auf ungewöhnliche Systemverhalten wie plötzliche Verlangsamungen, unerwartete Fehlermeldungen, unbekannte Programme oder ungewöhnliche Netzwerkaktivitäten. Auch unerwartete Anfragen nach Zugangsdaten oder verdächtige E-Mails können Hinweise auf einen Sicherheitsvorfall sein.

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